Was ist SEO?11 Minuten Lesedauer

geschrieben von Pascal Fuchs 25. Oktober 2018
Was ist SEO - NoLo GmbH
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Was ist SEO?

 

SEO ist Teil von Search Engine Marketing (SEM) und steht für Search Engine Optimization, auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Doch was bedeutet optimieren in diesem Fall? Schlicht und einfach, die Webseite so optimieren, dass mehr Besucher über Suchmaschinen wie Google oder Bing auf die eigene Webseite kommen. Dies nennt man Traffic generieren.

Doch SEO geht weit über das bloße Traffic generieren hinaus. Es gibt einige essentielle Bereiche, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen, wenn es um gute SEO geht.

Im Allgemeinen sind Suchmaschinen dafür zuständig, nach Dokumenten zu suchen und diese zu sortieren und zu filtern. Google, beispielsweise, hat unzählige Algorithmen um an diese Aufgabe systematisch anzugehen. Generell verläuft der Prozess folgendermaßen: Zuerst erfolgt das Crawling, dann die Indexierung und schließlich das Ranking.

Mittlerweile ist die künstliche Intelligenz und die Technik generell so weit fortgeschritten, dass diese bestimmte Muster herauslesen können. Dementsprechend werden organische Suchen nach Suchintention sortiert und angezeigt.

Ein weiterer Faktor ist die Kategorisierung nach Popularität und Relevanz. Die Relevanz orientiert sich hierbei am Suchwort (Keyword). Passt der vorliegende Inhalt zum Keyword? Diese Frage stellt sich Google unter anderem und sortiert alle vorliegenden Ergebnisse.

SEO erfüllt die Aufgabe, die Webseite so zu optimieren, dass sie in den Suchergebnissen höher rankt, d.h. eine höhere Position einnimmt. Für den Nutzer sind erfahrungsgemäß nur die ersten Ergebnisse interessant und um in dessen Blickwinkel zu geraten, wird sich an der Suchintention orientiert.

Was bedeutet das für dich? Dein On-Page Inhalt muss die Suchintention vom Nutzer bestmöglich abdecken, damit Google deine Webseite als bestes Resultat einordnet. Lässt du die Suchintention bei der Inhaltserstellung außer Acht, hat dies einen negativen Effekt auf dein Ranking. Viele optimieren ihre SEO Texte daher und verfassen diese systematisch nach ausführlichen Analysen.

Nicht zu vergessen, zu den SEO Grundlagen gehört natürlich auch die Unterteilung in On-Page und Off-Page Optimierung.

Ersteres fokussiert sich auf die Optimierung auf der Webseite selbst. Hierbei ist es wichtig, dass der Inhalt verständlich für Suchmaschinen ist. Letzteres betrifft eher Maßnahmen, die die Autorität beeinflussen und die Relevanz steigern. Ein wesentlicher Bestandteil bei Offpage-Optimierung ist also Linkbuilding (Backlinks werden gesetzt), sowie Social Signals. Anders ausgedrückt, die Erwähnungen in Sozialen Medien. Auf diese Weise bildet man eine Reputation. Ebenso werden die Konversionsrate (Conversion Rate, CR) und die Bounce Rate (Absprungsrate) im Auge behalten, damit dementsprechend reagiert werden kann.

Ziele von Suchmaschinenoptimierung

 

SEO Ziele - NoLo GmbH

Doch was bringt dir SEO? Deine Konkurrenz nutzt Suchmaschinenoptimierung für Kundengewinn, -bindung und Umsatzsteigerung. Wieso nicht auch du?

Im Gegensatz zu klassischem Marketing ist Online Marketing leichter zu analysieren und messbar. Auch die Konkurrenzanalyse wird durch SEO erleichtert.
Zudem erhältst du mehr Sichtbarkeit im Internet. Dadurch steigt dein Bekanntheitsgrad, was sich äußerst positiv auf deine Marke auswirkt.
Durch mehr Besucher wird die Conversion Rate erhöht, sei es Verkauf, Anmeldung oder die Teilnahme an etwas wie z.B ein Gewinnspiel. Daher bietet sich SEO für nahezu alle Unternehmer an. Unabhängig davon, ob das Ziel Umsatz, Produktverkauf, Dienstleistungen, Downloads oder Informationsvermittlung ist.

SEO Marketing ist eine nachhaltige Maßnahme, die deinen unternehmerischen Erfolg im Blick hat. Im Endeffekt ist eine SEO Strategie langfristig und individuell anpassbar. Demgemäß sind Resultate zu sehen nach einer langanhaltenden kontinuierlichen Optimierung. Der Vorteil bei SEO ist die erfolgsorientierte und zielgruppenorientierte Herangehensweise.

SEO Reports dienen als Tool für Monitoring und der Übersicht, um die Daten zu analysieren und erlauben es datenzentrisch zu handeln. Dies trägt einiges dazu bei, dem Unternehmen zu helfen, neue Ziele zu definieren oder konkret Verbesserungen auszuführen. Daher ist SEO Analyse ein unabdingbarer Teil des Ganzen.
Auch SEO Checks im kleineren Rahmen können helfen, Ziele festzulegen oder auf eventuelle Fehler hinzuweisen.

Der Unterschied zwischen SEA und SEO

SEA vs SEO - NoLo GmbHSo signifikant Suchmaschinenoptimierung in Online Marketing auch sein mag, es gibt durchaus weitere Bereiche, die ebenfalls nicht vernachlässigt werden dürfen. Zum Teil gehen sie Hand in Hand mit Optimierung für Suchmaschinen. Darunter fallen Bewertungsmanagement, Conversion Optimierung, Social Media Marketing (SMM), Retargeting und mehr.
Außerdem gehört auch SEA (Search Engine Advertising) zu SEM und damit auch zu SEO. Der wesentliche Unterschied zwischen SEA und SEO ist die bezahlte Werbung. Im Gegensatz zu SEO geht es bei SEA eher darum, Google Ads zu schalten und dadurch Traffic zu generieren. Daher wird SEA auch Keyword Advertising genannt. Bei Google Ads wird nach Cost-per-Click (CPC) abgerechnet.

SEO Methoden

SEO Methoden - NoLo GmbHNach einem ersten oberflächlichen SEO Check umfasst eine Konzeptentwicklung folgendes:

  • Suchbegriffs-Analyse (Keywording), Bewertung nach mögl. Konversionsrate, Suchvolumen, Wettbewerb und Trends
  • Konkurrenzanalyse
  • Customer Journey und Buyer Personas erstellen
  • Technische Analyse & Optimierung
  • Content-Erstellung/ -optimierung
  • Linkbuilding
  • stete Optimierung durch SEO Tools, OffPage und OnPage: Content-Anpassung, permanente Linkprüfung und -bildung, Wettbewerbsbeobachtung, Keyword-Relevanz überprüfen

Ranking Faktoren (Google Suchmaschinenoptimierung)

Ranking Faktoren - NoLo GmbHWie entscheiden Suchmaschinen wie Google, welche Webseite ranken soll? Hier sind einige Kriterien, die eine erhebliche Rolle spielen und optimiert werden können:

  • Content: Der Inhalt auf deiner Webseite ist entscheidend. Vor allem sollte er relevant, vollständig, genau, aktuell und lesbar sein.
  • Page Speed: Die Ladegeschwindigkeit deiner Webseite entscheidet darüber, ob der Besucher auf der Seite verweilt. Wird die Absprungrate höher, d.h. mehr Besucher kehren zurück auf die Ergebnisseite, desto niedriger wird deine Position auf Google.
  • Mobile First: Mobile Optimization ist eine Notwendigkeit, die im Smartphone-Zeitalter vorausgesetzt wird. Denn immer mehr Menschen greifen über ihr Handy auf das Internet zu.
  • RankBrain: Anhand von Nutzersignalen erkennt Google, ob der Inhalt qualitativ hochwertig und relevant ist.
  • Keyword-Relevanz: Der Content auf deiner Webseite sollte dem Keyword entsprechen und mit den Suchintentionen der Nutzer übereinstimmen. Dies verdeutlicht Relevanz und du rankst höher. Am besten ist eine kontinuierliche Aktualisierung und Optimierung des Contents.
  • Backlinks: Deine Webseite sollte vorzugsweise qualitative Verlinkungen vorweisen können. Denn das signalisiert Google, dass du vertrauenswürdig bist. Trust-Signals sind für Google mitunter sehr wichtig.
  • Domain: Deine Domain und Subdomains sollten kurz und prägnant sein. Im besten Fall enthalten sie das Keyword und sind nicht mit Bindestrichen, Sonderzeichen etc. überfüllt.
  • Weiterleitung: Achte darauf, dass keine Error-Seiten indexiert sind und setze Weiterleitungen, falls sich der Link zum Content ändert o.Ä.
  • Interne Verlinkungen: Diese werden oft unterschätzt, dabei ist eine sinnvolle Linkstruktur ein wichtiger Rankingfaktor.
  • HTML: Title, Meta-Description, URL und das Snippet werden auf der Google Trefferliste angezeigt und müssen dementsprechend optimiert werden.
  • Informationsarchitektur: Die Usability ist mit dem Fundament einer Webseite verbunden. D.h. das Layout und der Content werden strukturiert und sinnvoll gegliedert. Zudem ist es wichtig, dass die Webseite eine sichere Verbindung bietet (HTTPS).
  • Brand: Wie bekannt ist die Marke deines Unternehmens? Hohe Authority spielt eine wichtige Rolle.

Risiken

SEO Risiken und Gefahren - NoLo GmbHWie bei jeder Marketing-Methode gibt es auch Risiken und Gefahren bei SEO. Doch wie kommt es dazu?
Suchmaschinen wie Google analysieren Webseiten und während des Crawlings werden verschiedene Faktoren geprüft, unter anderem die Linkqualität. Hierbei checkt Google ob z.B. die externen Verlinkungen qualitativ und vertrauenswürdig sind oder automatisiert aus Foren generiert sind. Ist letzteres der Fall, wird die Webseite niedriger gerankt, da dies unter Spam fällt. Genauso ist es beim Vollstopfen von Keywords. Die Verhältnismäßigkeit ist zu berücksichtigen. Hierbei kann es zu einer Keyword-Level Penalty seitens Google kommen.

Im Allgemeinen gilt, liegt ein Verstoß gegen die Richtlinien vor, so kommt es zu einer Sanktion. Die gängigste bzw. bekannteste ist eine Google Penalty. Solch eine Abstrafung führt dazu, dass die eigene Webseite herabgestuft wird und nicht mehr auf den höheren Positionen rankt. Oder auch, dass sie nicht mehr auffindbar ist. Des Weiteren kann die Indexierung von Google rückgängig gemacht werden. Dies nennt man Delisting.
Ferner unterscheidet man zwischen einer algorithmischen und einer manuellen Penalty. Letztere wird von einem Google Mitarbeiter vorgenommen und kommt weniger häufig vor. Algorithmische Penalties sind automatisiert durch Filter wie Panda und Penguin. Werten diese eine Webseite ab, so hat dies immense negative Effekte auf die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit einer Webseite. Daher ist von Manipulationstaktiken jeglicher Art abzuraten.

Folgende Richtlinienverstöße führen zu einer Google Penalty:

  • User-generierter Spam
  • versteckte Texte
  • Keyword stuffing
  • oberflächliche Inhalte ohne Mehrwert
  • unnatürliche Backlinks oder Verlinkungen von der eigenen Webseite

Unterschiede zwischen White Hat SEO und Black Hat SEO

White Hat und Black Hat SEOWie es im Film und Fernsehen üblich ist, trägt der Held weiß und der Bösewicht schwarz. Daran angelehnt entwickelte sich die Begrifflichkeit Black Hat und White Hat SEO.

White Hat

Letzteres gilt als sicher und legitime Optimierung, die ohne Bedenken verwendet werden kann. Bei dieser Methode lautet die Devise: Content is King! Dementsprechend generiert man auch nur solche Links, die thematisch zum Content passen und einen Mehrwert bieten.
Überdies wird bei der OnPage-Optimierung darauf geachtet, dass URLs sinnvoll strukturiert sind. Alles in allem ist die White Hat Suchmaschinenoptimierung vertrauenswürdig und gilt als sicher, nicht nur rechtlich, sondern auch vor Abstrafungen.

Die Problematik bei der White Hat Methode ist, dass es schwieriger ist, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, wenn diese Black Hat SEO verwendet. Ebenso ist der Linkaufbau weitaus schwieriger. Da White Hat SEO auf Langfristigkeit setzt, ist diese Optimierung finanziell gesehen aufwendiger, lohnt sich jedoch mehr.

Black Hat SEO

Währenddessen ist Black Hat SEO auf schnellen, aber kurzfristigen Erfolg aus. Folglich werden Methoden eingesetzt, die bewusst gegen die Richtlinien der Suchmaschine verstoßen. Insbesondere das Generieren von unnatürlichen Links, z.B. aus dem Ausland gekaufte Links, Spamming, Googlebowling oder Cloaking. Unter Googlebowling versteht man die Manipulation der Konkurrenz durch unzählige wertlose Backlinks. Cloaking wird definiert als Methode, mit der zwei unterschiedliche Inhalte unter der gleichen URL angezeigt werden. Die Suchmaschine sieht etwas anderes als der Nutzer.

Da Links als äußerst positiv bewertet werden, ist der Aufbau dieser das meistgenutzte Instrument um im Ranking nach oben zu klettern. Google Penguin kann jedoch herausfiltern, ob die Links unnatürlicher Natur sind. Ist dies der Fall, kommt es zu einer Google Penalty oder sogar zum Delisting.

Warum wird diese Herangehensweise dennoch genutzt? Die Black Hat Methode zeigt schnell Ergebnisse an, die jedoch von kurzer Dauer sind. Der Gedanke dahinter ist, dass Google nicht sofort gegen jeden Richtlinienverstoß vorgehen kann. Solange wird versucht, mit wenig Aufwand, mehr zu erreichen. Seriöse SEO Agenturen nehmen Abstand von diesen Praktiken und verwenden sie nicht.

Grey Hat SEO

Zu guter Letzt kommen wir zur Grey Hat SEO. Wie aus dem Namen abzuleiten ist, beschreibt die Grey Hat Methode eine Mischung aus den beiden gängigen SEO Verfahren. Bei dieser Art der Optimierung handelt es sich um eine Gratwanderung, denn die Grenze zwischen seriös und unseriös ist sehr dünn, bzw. läuft ineinander.
Grey Hat SEO birgt Risiken, ist daher als kritisch anzusehen. Mit dieser sind zwar zum Teil schnellere Erfolge erreichbar, doch zu diesen kommt es durch das Ausnutzen von Lücken im System der Suchmaschine.
Da Suchmaschinen kontinuierlich ihre Algorithmen ändern und dynamisch bleiben, empfiehlt es sich ihre Regeln nicht zu missachten, da es nicht nur zu Abstrafungen kommt, sondern sich auch negativ auf das eigene Unternehmen oder dem Image auswirkt.

TOP kostenlose SEO Tools

SEO Tools - NoLo GmbH
Für Suchmaschinenoptimierung werden selbstverständlich unterschiedliche SEO Tools verwendet. Weiter unterscheidet man zwischen kostenfreien und kostenpflichtigen Tools. Je nach Bereich kommen mehrere Tools ins Spiel.

Die Auswahl ist groß: Allrounder Tools verhelfen zu einem groben Überblick. Entsprechende Tools analysieren die Technik deiner Webseite, die Benutzerfreundlichkeit, die Ladezeit und den Content. Durch die Analyse des letzteren vermeidest du Duplicate Content. Zudem gibt es auch Tools, mit denen du deine Sichtbarkeit und Rankings überprüfen kannst, sowie auch dein Backlink-Profil.

Der Tech-Gigant Google bietet erwartungsgemäß einige SEO Werkzeuge, wie den Google Ranking Check, Google Search Console, Google Keyword-Planner und Google Analytics. Des Weiteren gibt es ThinkWithGoogle, womit man die Pagespeed und Usability testen kann.

Abgesehen von Google, gibt es noch mehr, wie etwa Sistrix, Moz, Ahrefs, Xovi, OnPage.org und Searchmetrics. Diese sind mit Bezahlung verbunden. Doch die folgende Liste umfasst die wichtigsten kostenlosen SEO Tools:

Search Console und Seobility bieten einen kostenfreien umfassenden Check. Was beinhaltet ein Seobility Basis Account? Tägliches Crawling von bis zu 1000 Unterseiten, Konkurrenzanalysen, Ranking Monitoring mit 10 Keywords, ein WDF-IDF Tool und ein Ranking Check Tool.
Dann gibt es noch Pagespeed Insights von Google, welches zur Optimierung der Ladezeitgeschwindigkeit dient und die Benutzerfreundlichkeit auf mobilen Endgeräten testet.
Mit W3C Validator oder HTTPStatus wird der technische Zustand analysiert. Darunter fallen z.B. das responsive Layout, Weiterleitungen und andere Meta Informationen.
Überdies darf Google Analytics nicht fehlen, wenn es um den Usability Check geht. Außerdem ist die Content-Analyse auch mit Tools durchführbar. Hierfür stehen der Google Keyword-Planner zur Verfügung.
Schließlich können Sistrix Smart oder Google Ranking Check für die Sichtbarkeit verwendet werden.
Daneben einer der wichtigsten Ranking Faktoren: Backlinks. Diese können per MajesticSEO oder SEOKicks analysiert werden.
Screaming Frog erlaubt das Einsehen der SEO Insights und ist damit ein ebenso wertvolles Tool.